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 Slayer 
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Beitrag Slayer
Slayer


Slayer ist eine Thrash-Metal-Band aus Huntington Park, Kalifornien. Sie zählt zu den einflussreichsten Metalbands der Welt. Aufgrund einiger ihrer Texte und ihres Auftretens sorgte die Band insbesondere in Deutschland für ständige Kontroversen.

Vier Slayer-Alben wurden in den USA mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. 2007 und 2008 erhielt die Band einen Grammy in der Kategorie „Best Metal Performance“.

Bandgeschichte

Die frühen Jahre (1981–1985)

Slayer wurde im Jahre 1981 von den beiden Gitarristen Kerry King und Jeff Hanneman gegründet. Vervollständigt wurde die Band durch Schlagzeuger Dave Lombardo, sowie durch Sänger und Bassisten Tom Araya. Araya und King spielten zuvor bereits zusammen in der Band „Quits“. Zunächst spielte die Band Coverversionen von Iron Maiden und Judas Priest. Schon bei den ersten Konzerten wurde ihr satanistisches Image durch die Verwendung von Pentagrammen und umgedrehten Kreuzen deutlich.

Bei einem Konzert im Vorprogramm von „Bitch“ in Los Angeles befand sich Brian Slagel im Publikum. Slagel war ein ehemaliger Musikjournalist und hatte kurz zuvor die Plattenfirma Metal Blade Records gegründet. Vom Konzert beeindruckt bot Slagel Slayer einen Platz auf seiner Kompilation „Metal Massacre III“ an. Slayer nahmen hierfür das Lied „Aggressive Perfector“ auf. Aufgrund der guten Reaktionen aus der Szene bot Slagel der Band schließlich einen Vertrag an.

Im November 1983 gingen Slayer ins Studio, um ihr Debüt „Show No Mercy“ aufzunehmen. Da der Band kein Aufnahmebudget zur Verfügung gestellt wurde, musste sie die Kosten selbst tragen. Drei Wochen nach Beendigung der Aufnahmen wurde das Album veröffentlicht. Im Underground konnten sich Slayer mit dem Debüt einen Namen machen und wurden neben Venom und Metallica als dritte Superband der neuen extremen Metalszene gefeiert. Anfang 1984 ging die Band auf ihre erste US-Tournee. Im August 1984 schoben Slayer die EP „Haunting the Chapel“ nach. Musikalisch fallen die drei Lieder darauf dunkler und härter als die Lieder auf dem Debütalbum aus, damit legte Slayer den Grundstein für ihre spätere musikalische Ausrichtung.

Da Metal Blade zur damaligen Zeit noch kein weltweites Vertriebsnetz hatte, waren Slayer in Europa nur im Untergrund bekannt. Unter den Fans kursierten bei Konzerten mitgeschnittene Bootlegs. King verließ Slayer, um sich Dave Mustaines neuer Band Megadeth anzuschließen, kehrte allerdings bereits nach nur fünf Konzerten mit der Band wieder zurück. Für Slayer folgte die „1984 Combat Tour“ mit Venom und Exodus, bevor im November das Live-Minialbum „Live Undead“ erschien. Dieses Album wurde in einem Studio vor einer Handvoll Fans aufgenommen und enthält sieben Lieder. Wenige Jahre später veröffentlichte eine Band namens „The Undead“ ein Livealbum unter dem Namen „Live Slayer“.

Das Konzert in New York wurde aufgezeichnet und ein Jahr später unter dem Namen „Combat Tour: The Ultimate Revenge“ auf Video veröffentlicht. Im Sommer 1985 spielten Slayer in Belgien ihr erstes Europakonzert. „Show No Mercy“ hatte sich in der Zwischenzeit ca. 40.000 Mal in den USA verkauft und Slayer gingen erneut ins Studio, um ihr zweites Album „Hell Awaits“ aufzunehmen. Wegen der guten Verkäufe stellte Metal Blade ein Budget zur Verfügung, so dass sie sich mit Ron Fair einen Produzenten leisten konnten. „Hell Awaits“ erschien im September und setzte die auf „Haunting the Chapel“ eingeschlagene Linie fort. Das Album enthielt längere und komplexere Lieder und gilt deshalb heute als das progressivste Werk der Band.

Internationaler Durchbruch (1986–1991)

Durch die guten Verkaufszahlen von „Hell Awaits“ erhielten Slayer ein Angebot von Rick Rubins neu gegründeter Plattenfirma Def Jam Records. Auch wenn Def Jam zu dieser Zeit in erster Linie Rap- und Hip Hop-Künstler unter Vertrag hatte, akzeptierte die Band das Angebot. Nach den langen und komplexen Liedern auf dem Vorgängeralbum schrieben Slayer nun kürzere und schnellere Lieder für das kommende Album „Reign in Blood“.

„Vor der Veröffentlichung von Reign in Blood fragten sich die Fans, ob Slayer jetzt auswimpen würden, weil sie ja bei einem Major-Label unterschrieben hatten. Um die Leute vom Gegenteil zu überzeugen, produzierte ich die Platte so extrem und kompromisslos wie möglich. Reign in Blood verkörperte alles, was man von Slayer erwarten konnte, und noch viel, viel mehr.“

– Rick Rubin, Produzent von Reign in Blood


Def Jams Vertriebspartner Columbia Records lehnte die Veröffentlichung des Albums ab. Hauptgrund hierfür waren das Coverartwork und insbesondere der Text des Liedes „Angel of Death“. In diesem Lied geht es um die Menschenversuche des KZ-Arztes Josef Mengele. Schließlich wurde das Album am 7. Oktober 1986 von Geffen Records, die Slayer in der Zwischenzeit unter Vertrag genommen haben, veröffentlicht. Es stieg auf Platz 94 der US-amerikanischen Albumcharts ein und wurde im November 1992 als erstes Slayeralbum mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Im Oktober 1986 begann die „Reign in Pain“-Welttournee mit Overkill in den USA und Malice in Europa. Nach der Tournee folgte eine weitere Tour im Vorprogramm von W.A.S.P.. Nach einem Monat stieg Dave Lombardo aus finanziellen Gründen aus der Band aus. Für den Rest der Tour saß Tony Scaglione von Whiplash hinter dem Schlagzeug.

Slayer steuerten außerdem 1986 den Soundtrack zum Film River's Edge (im April 1987 in Deutschland unter Das Messer am Ufer erschienen) von Tim Hunter (*1947) bei, der als Bester Film 1988 die Independent Spirit Awards 1988 gewann.

1987 kehrte Lombardo jedoch wieder zurück. Slayer nahm eine Coverversion des Iron-Butterfly-Liedes „In-A-Gadda-Da-Vida“ für den Film „Less Than Zero“ auf. Auch wenn die Band mit dem Ergebnis nicht zufrieden war, war diese Coverversion das erste Slayer-Lied, welches im Radio gespielt wurde.

Slayer kehrten ins Studio zurück, um ihr viertes Album „South of Heaven“ aufzunehmen. Um einen Kontrast zu der hohen Geschwindigkeit auf dem Vorgängeralbum zu schaffen, entschied sich die Band, das Tempo zu drosseln und mehr auf melodischen Gesang zu setzen:

„Wir wussten, dass wir „Reign in Blood“ nicht toppen konnten, also entschieden wir uns für ein niedrigeres Tempo. Wir wussten, dass alles, was wir machten, mit diesem Album verglichen werden würde. Ich erinnere mich noch, dass wir wirklich über dieses Thema diskutiert haben. Es war merkwürdig, weil wir nie zuvor und nie danach über das Thema Geschwindigkeit gesprochen haben“

– Jeff Hannemann


„South of Heaven“ erschien 1988 und belegte Platz 57 in den US-amerikanischen Albumcharts. Es wurde wie sein Vorgänger mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Von den Fans und der Presse wurde das Album gemischt aufgenommen. Auf diesem Album zollten sie auch ihrem (speziell Kerry Kings) Einfluss von Judas Priest Tribut und gaben mit ihrer Version von „Dissident Aggressor“ einen Einblick in ihre Entwicklungsgeschichte.

1989 begannen die Aufnahmen für das das fünfte Studioalbum. Als Co-Produzent wurde Andy Wallace verpflichtet. „Seasons in the Abyss“ wurde im Oktober 1990 via Rick Rubins neuer Plattenfirma Def American veröffentlicht. Das Album stieg auf Platz 44 in den US-amerikanischen Charts ein und wurde 1993 mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Für das Titellied nahm die Band ihr erstes Musikvideo auf. Dafür flog die Band kurz vor dem zweiten Golfkrieg nach Ägypten zu den Pyramiden von Gizeh. Ein weiteres Video wurde für „War Ensemble“ in London gedreht.

Bereits einen Monat vor der Albumveröffentlichung begann die „Clash of the Titans“-Tournee in Europa. Neben Slayer nahmen Megadeth, die Suicidal Tendencies und Testament teil. Die Popularität des Thrash Metals befand sich zu dieser Zeit an einem Gipfelpunkt und so wurde die Tour im Mai 1991 in Nordamerika fortgeführt. Statt den Suicidal Tendencies und Testament nahmen dieses Mal Anthrax und Alice in Chains teil. Auf der Tour schnitten Slayer einige Konzerte mit und veröffentlichten 1991 das Live-Doppelalbum „Decade of Aggression“, um ihr zehnjähriges Jubiläum zu feiern. Das Album stieg auf Platz 55 der US-amerikanischen Albumcharts ein.

Jahre des Wandels (1992–2001)

Im Mai 1992 wurde Dave Lombardo wegen diverser Konflikte aus der Band herausgeworfen. Diese gab dafür als Grund an, das Schlagzeugspiel Lombardos würde den Ansprüchen der Band nicht mehr genügen (wörtlich: Es wäre nicht mehr tight genug). Lombardo spielte daraufhin u. a. auf Phillip Boas Metalprojekt Voodoocult und gründete später die Band Grip Inc.. Sein Nachfolger bei Slayer wurde der ehemalige Forbidden und heutige Testament-Schlagzeuger Paul Bostaph. Seinen ersten Auftritt mit Slayer hatte Bostaph beim „Monsters-of-Rock“-Festival 1992. Für den Soundtrack des Films „Judgment Night“ nahmen Slayer mit den Rapper Ice-T das Lied „Disorder“ auf. Es handelt sich um ein Medley aus den Exploited-Liedern „War“, „UK ’82“ und „Disorder“.

1994 erschien das sechste Studioalbum „Divine Intervention“. Es stieg auf Platz acht der US-amerikanischen Charts ein und wurde somit das erste Top 10-Album der Band. Das Album wurde sowohl von den Medien als auch von den Fans mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Ein Jahr später gingen Slayer mit Biohazard und Machine Head auf Tournee. Einige Konzerte wurden mitgeschnitten und noch im gleichen Jahr als Livevideo „Live Intrusion“ veröffentlicht. Ebenfalls 1995 traten Slayer erneut auf dem „Monsters-of-Rock“-Festival auf.

Um die Zeit zum nächsten Studioalbum zu überbrücken, veröffentlichten Slayer im Jahre 1996 das Album „Undisputed Attitude“. Das Album enthält Coverversionen von Punk- und Hardcore-Liedern von Bands wie Minor Threat, D.R.I. oder den Stooges. Zu den Coverversionen gesellten sich mit „Gemini“ eine Eigenkomposition sowie zwei Lieder, die Hanneman Mitte der Achtziger Jahre für sein Projekt „Pap Smear“ geschrieben hat. Nach der Veröffentlichung des Albums verließ Bostaph die Band, um sich auf sein eigenes Projekt „The Truth About Seafood“ zu konzentrieren. Sein Nachfolger wurde Jon Dette, der zuvor bei Testament aktiv war. Nach nur einem Jahr wurde dieser aber vor die Tür gesetzt, nachdem es zum Streit zwischen ihm und den restlichen Mitgliedern gekommen war. Also kehrte Bostaph zurück.

Ebenfalls 1996 wurde die Band von den Eltern von Elyse Pahler verklagt. Pahler wurde von drei Männern vergewaltigt und ermordet, die Slayer-Fans waren. Die Eltern des Opfers warfen der Band vor, die Täter durch ihre Musik und ihre Texte zu der Tat animiert zu haben. Nach einem längeren Verfahren wurde die Band 2001 von allen Vorwürfen freigesprochen. Der zuständige Richter E. Jeffrey Burke erklärte, dass er die Musik von Slayer nicht für jugendgefährdend halte. Kerry King zeigte sich über den Freispruch erleichtert:

„Wenn irgendwann irgendwo ein Richter eine Band wegen etwas verurteilt, was andere zu verantworten haben, werde ich mich aus dem Musikbusiness zurückziehen. Denn dann wird eine Lawine losgetreten, deren Folgen nicht absehbar sind.“

– Kerry King


Das siebte Studioalbum „Diabolus in Musica“ erschien 1998 und erreichte Platz 31 der US-amerikanischen Charts. Slayer versuchten, ihren Sound zu modernisieren und nahmen einige Elemente des Nu Metal in ihre Lieder auf. Dies führte bei Fans der ersten Stunde zu Entrüstung. Auch das modernisierte Bandlogo auf dem Albumcover wurde kontrovers diskutiert. Neben dem Album nahm die Band zusammen mit Atari Teenage Riot das Lied „No Remorse (I Wanna Die)“ für den Soundtrack des Filmes „Spawn“ auf und spielte eine Coverversion von „Hand of Doom“ für das Black-Sabbath-Tributalbum „Nativity in Black II“ ein. In Deutschland wurde unterdessen das Album „Divine Intervention“ am 16. Dezember 1998 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert. Ein Foto im Booklet zeigt einen Fan, der sich mit einer Rasierklinge das Bandlogo in den Arm geritzt hat.

Wiedervereinigung (2002–heute)

Das achte Studioalbum „God Hates Us All“ wurde nach mehreren Verschiebungen am 11. September 2001, dem Tag der Terroranschläge in den USA, veröffentlicht. Es wurde mit einem Pappschuber ausgeliefert, der das ursprüngliche Artwork – eine Bibel, in der Nägel in Form eines Pentagrammes eingeschlagen wurden – verdeckt. Auf dem Album wurden Einflüsse von Bands wie Slipknot deutlich, die sich selber als Slayerfans bekannten. Für das Lied „Disciple“ wurden Slayer für einen Grammy nominiert. Der Preis ging jedoch an die Band Tool.

Die Terroranschläge am Veröffentlichungstag gefährdeten den Auftakt der „Tattoo the Planet“-Tournee in Europa. Auf dieser Tour sollten neben Slayer noch Pantera, Biohazard, Static-X und Vision of Disorder auftreten. Schließlich zogen bis auf Slayer und Static-X alle Bands ihre Teilnahme zurück, so dass die Tournee verschoben werden musste. Die britische Band Cradle of Filth schloss sich der Tour an. Dazu kam je nach Auftrittsort eine weitere Band. Unter anderem waren Amorphis, In Flames und Children of Bodom involviert.

Kurz vor Weihnachten 2001 stieg Paul Bostaph aus persönlichen Gründen erneut aus der Band aus. Da die Tournee noch nicht beendet war, fragte King Dave Lombardo, ob er für die restlichen Konzerte einspringen wolle. Lombardo sagte zu und wurde wieder zu einem festen Bandmitglied.

Im Herbst 2003 spielten Slayer während einer weiteren Tournee das komplette Album „Reign in Blood“. Als Showeffekt ließ die Band während des letzten Liedes „Raining Blood“ Kunstblut von der Hallendecke regnen. Ein Konzert in Augusta wurde mitgeschnitten und unter dem Titel „Still Reigning“ als DVD veröffentlicht. Nebenbei wurde mit „War at the Warfield“ eine weitere DVD sowie mit „Soundtrack of the Apocalypse“ ein Boxset veröffentlicht. 2004 traten Slayer in einer Folge der MTV-Serie Viva La Bam auf. Die Band besuchte den Hauptdarsteller Bam Margera und spielte im Garten seines Elternhauses ein Konzert.

Das neunte Studioalbum „Christ Illusion“ sollte ursprünglich am 6. Juni 2006 – in Anspielung auf die Zahl Sechshundertsechsundsechzig – veröffentlicht werden. Der Termin wurde allerdings verschoben und Slayer veröffentlichten stattdessen die EP „Eternal Pyre“. Das Album erschien schließlich am 4. August 2006 und debütierte auf Platz fünf der US-amerikanischen Albumcharts. Es war die bisher höchste US-Chartplatzierung für die Band.

Slayer gingen auf die „The Unholy Alliance“ genannte Welttournee. Eigentlich sollte diese am 6. Juni 2006, also zeitgleich mit der Veröffentlichung der EP, beginnen. Da sich Tom Araya einer Operation an der Gallenblase unterziehen musste, wurde der Beginn der Tour verschoben. Neben Slayer traten In Flames, Mastodon, Children of Bodom, Lamb of God und Thine Eyes Bleed, die Band von Tom Arayas jüngerem Bruder, auf.

Am 30. Oktober 2006 wurde das Musikvideo zum Lied „Eyes of the Insane“ veröffentlicht. Das Lied wurde auch für den Soundtrack des Films Saw 3 verwendet und brachte Slayer einen Grammy in der Kategorie „Best Metal Performance“ ein. Da sich die Band auf Tournee befand, konnte sie die Trophäe nicht persönlich in Empfang nehmen. Im Sommer 2007 spielten Slayer auf diversen Festivals in Europa, wie dem „Download Festival“ und Rock am Ring/Rock im Park.

Am 24. Juli 2007 wurde das Album „Christ Illusion“ mit einem neuem Cover und einem Bonustrack namens „Final Six“ wiederveröffentlicht. Dieses Lied sollte eigentlich bereits im Rahmen der ersten Veröffentlichung erscheinen. Weil sich Araya einer Operation an der Gallenblase unterziehen musste, blieb das Lied jedoch unvollständig. Für die Wiederveröffentlichung wurde das Lied schließlich neu eingespielt. Für Final Six bekam Slayer 2008 den Grammy Award in der Kategorie „Best Metal Performance“ verliehen.

Stil

Musik

Slayer werden zusammen mit Metallica oft als die Gründer des Thrash-Metal-Genres bezeichnet, indem sie den Klang der typischen New-Wave-of-British-Heavy-Metal-Bands wie Iron Maiden, aber auch Venom und Motörhead, aufgriffen und stark beschleunigten. Diesen Einfluss zeigt eine Gegenüberstellung des Iron Maiden-Riffs aus Caught Somewhere in Time mit dem Slayer-Song Angel of Death. Ein weiteres Beispiel ist Piece by Piece mit seiner, für viele Slayer-Titel typischen Chromatik, und dem - auch bei Metallica beliebten - Metrumwechsel vom 12/8 zum 4/4-Takt in Takt 5.

Die Musik der Band zeichnet sich außerdem durch die Konzentration auf wiedererkennbare Riffs und Hooklines aus:

„Jedes Lied hat eine erkennbare Hookline und Melodie, was vieler, besonders langweiliger europäischer Musik fehlt."


Prägend für den Stil der Band war aber auch Hannemans Vorliebe für Punkmusik, welche sich besonders auf der Cover-CD „Undisputed Attitude“ niederschlug. Die genrebildende Musik Slayers wurde geprägt durch das abwechslungsreiche Schlagzeugspiel des kubanischstämmigen Drummers Dave Lombardo und die, bei den ersten Veröffentlichungen auf getrennten Kanälen abgemischten, Rhythmus-Gitarrenriffs von Hanneman und King.

Die frühen Werke der Band wurden für ihre „halsbrecherische Geschwindigkeit“ und die „kraftvolle Instrumentierung“ gelobt. Dabei vermischte die Band die Struktur des Hardcore mit der Geschwindigkeit des Speed Metals. Das Album Reign in Blood ist mit teilweise fast bis zu 250 Beats pro Minute das schnellste Werk der Slayerhistorie.

Auf dem Album South of Heaven nimmt die Band das Tempo deutlich zurück. In schleppenden Songs wie Spill The Blood oder dem Titeltrack South of Heaven bleibt somit Raum für abwechslungsreiche Schlagzeugfiguren. Auf den Alben „Diabolus in Musica“ den und „God Hates Us All“ experimentierten Slayer mit moderneren Klängen. Insbesondere Korn stellten mit tiefergestimmten Gitarren einen gewissen Einfluss dar.

Mit dem aktuellem Album Christ Illusion kehrten Slayer zu ihrem klassischen Stil zurück:

„Es geht nicht tobsüchtiger und rasanter als auf ihrem 1986er Album ‚Reign in Blood‘. Zwar haben sie es 20 Jahre lang versucht, verstiegen sich aber nur in den Höhen düsteren Kunstgewerbes, um mit ‚Christ Illusion‘ heute dankbar an den alten, niederen Grenzen anzustoßen.“


Texte

Der Großteil der Texte werden von Kerry King und Jeff Hanneman geschrieben. Seit dem Album „South of Heaven“ beteiligt sich Tom Araya ebenfalls beim Schreiben der Texte. Seine Texte haben in der Regel einen Bezug zur realen Welt. Inspirationen holt sich Araya durch Zeitungen und die Nachrichten im Fernsehen. Insbesondere die Taten von Serienmördern üben eine große Faszination auf ihn aus.

Die Texte von Kerry King sind rein fiktiver Natur und in der Regel antichristlich geprägt. Er beteuert allerdings, dass er nichts und niemanden hasse. King selbst bezeichnet sich als Agnostiker und Atheist. Jeff Hanneman schreibt ebenfalls überwiegend antichristliche Lieder. Ferner verfasste er einige kontrovers diskutierte Lieder wie z.B. „Angel of Death“.

Sänger Araya stellte sich kurz nach der Jahrtausendwende als gläubiger Katholik dar. Sein Bekenntnis löste eine Diskussion unter den Fans aus, inwieweit Araya glaubwürdig Texte singen kann, die im krassen Gegensatz zu seinem Glauben stehen. Gegenüber dem Rock Hard-Magazin erklärt Araya:

„Mein Glaube verbietet mir nicht, ein Teil von Slayer zu sein. Und umgekehrt hindert mich meine Mitgliedschaft bei Slayer nicht daran, so zu sein, wie ich bin. […] Mit vielen Texten von King gehe ich nicht konform, aber mein Glaube ist sehr stark, und Worte können ihm nichts anhaben. […] Es sind Worte, die eine andere Person verfasst hat. Ich kann sie dennoch mit echter Leidenschaft rüberbringen. Genau wie ein Schauspieler. […] Aber ich muß mich zu dieser Leidenschaft nicht zwingen, denn ich liebe unsere Musik.“

– Tom Araya


Die Welt interpretiert die Texte der Band als radikale moralische Dekomposition jeglicher Religion und ihrer Auswirkungen:

„Denn wenn Motörhead die Politik in Trümmer legen, um sie neu zu zementieren, leisten Slayer gleiches für die Religion. […] Vier Lieder zuvor stellt der Song ‚Jihad‘ als ratternde Vertonung des Statuts der 9-11-Terroristen die Geduld der Islamisten auf die Probe.“


Optik

Auch optisch setzte die Band und vor allem Kerry King Maßstäbe. Kings Bühnenkleidung, bestehend aus mit Nieten besetzten Stiefeln, Nietenarmbändern und Leder, wurde unzählige Male kopiert. Später fing King damit an, seine Armbänder mit langen Nägeln zu besetzen. Damit schuf er das klassische Black-Metal-Image, welches auch heute noch von vielen Bands dieses Genres aufrecht erhalten wird, obwohl Slayer nie Black Metal spielten.

Diskographie

Alben

* Show No Mercy (1983)
* Live Undead (1984)
* Hell Awaits (1985)
* Reign in Blood (1986)
* South of Heaven (1988)
* Seasons in the Abyss (1990)
* Decade of Aggression, Live (1991)
* Divine Intervention (1994) (in Deutschland indiziert)
* Undisputed Attitude (1996)
* Diabolus in Musica (1998)
* God Hates Us All (2001)
* Soundtrack to the Apocalypse, Box Set (2003)
* Christ Illusion (2006)

EPs

* Haunting the Chapel (1984)
* Post Mortem (1986)
* Season in the Abyss (1990)
* Eternal Pyre (2006)
* Eyes of the Insane (2006)


DVDs

* Live Intrusion, VHS (1995)
* War at the Warfield, DVD (2002)
* Still Reigning, DVD (2004)
* Unholy Alliance, DVD (2007)


Quelle: http://www.wikipedia.de


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"Die Franzosen haben eine natürliche Angst vor uns Deutschen. Wir kommen ja in aller Regelmäßigkeit mal bei denen vorbei." - Unbekannter Autor

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18. Okt 2008, 17:32
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