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 W.A.S.P. 
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Beitrag W.A.S.P.
W.A.S.P.


W.A.S.P. ist eine US-amerikanische Metal-Band aus Los Angeles, Kalifornien, die in den 1980er Jahren ihre größten Erfolge feierte. Die treibende Kraft hinter W.A.S.P. ist seit den Anfangstagen 1981 Sänger und Gitarrist Blackie Lawless.

Der Bandname

Über die Bedeutung der Abkürzung W.A.S.P. wird viel spekuliert. Die beiden gängigsten und gleichzeitig ältesten Deutungen sind wohl White Anglo-Saxon Protestants, was der breiten Bevölkerungsschicht in Amerika entspricht sowie We Are Sexual Perverts. Letzteres soll von der Publicity-Maschinerie um die Band in den Anfangstagen als „wahre Bedeutung“ gestreut worden sein. Christliche Organisationen meinen später, darin die Abkürzung für We Are Satan's People zu erkennen. Spötter verhöhnen die Band nach den ersten Erfolgen als We Are Shitty Players oder We're All Side Players. Letzteres soll auf die dominante Rolle von Blackie Lawless innerhalb des Bandgefüges anspielen.

Die Band hat sich nie konkret zur Bedeutung des Namens geäußert, Lawless entgegnet auf diese Frage in Interviews gerne mit We Ain't Sure, Pal („Wir sind uns nicht sicher, Kumpel“). W.A.S.P. ist eine der ersten Bands überhaupt, die Punkte in ihrem Bandnamen hat. In Interviews sagt Lawless, dass die Punkte dem Namen etwas Mystisches geben.

Laut dem Buch Bang Your Head: The Rise and Fall of Heavy Metal war es der erste Bassist Rik Fox, der die Idee hatte, die Band WASP zu nennen, nachdem er im Hinterhof des Bandproberaumes auf eine Wespe (engl. wasp) trat. Gitarrist Randy Piper bestätigte diese Aussage in verschiedenen Interviews.

Stil

Aufgrund der spektakulären Bühnenshow der Anfangstage wurde die Band oft mit Alice Cooper oder KISS verglichen. Musikalisch galt insbesondere das Debütalbum als härtere Version von Quiet Riot. Die riffbetonten Songs sowie die oft zweistimmigen Gesänge waren in den Anfangstagen neben der Stimme von Blackie Lawless deutliche Erkennungsmerkmale der Band.

Nachdem sich die Band auf The Last Command und Inside The Electric Circus daran versucht hat, die Kanten des Debüts glatt zu schleifen, gelten insbesondere die darauf folgenden Alben The Headless Children und The Crimson Idol als stilistische Weiterentwicklung, die W.A.S.P. schließlich auch den Respekt der Musikpresse einbrachte.

Neue musikalische Pfade beschritt die Band letztmals mit dem Album K.F.D. aus dem Jahr 1997. Elektronische, teils industriallastige Elemente dominierten die streckenweise recht düsteren Songs. Kritiker unterstellten der Band, Marilyn Manson oder die Nine Inch Nails zu imitieren. Das Album blieb bis jetzt der einzige Ausflug in derartige Gefilde.

Durch die leicht wiedererkennbare Stimme von Lawless und die Tatsache, dass W.A.S.P.-Songs oftmals entweder schnell, im Midtempo oder balladesk gehalten sind, entstand die spöttische Behauptung, dass W.A.S.P. in ihrer Karriere nur drei verschiedene Songs geschrieben haben und diese seither immer und immer wieder in verschiedenen Versionen aufnehmen.

Geschichte

Die Vorgeschichte: 1974–1980

Die Geschichte von W.A.S.P. ist zu großen Teilen die Geschichte von Bandgründer, Sänger und Gitarrist Blackie Lawless. Als 18-Jähriger steigt er kurzzeitig für eine Tour an der amerikanischen Ostküste bei der berüchtigten Glam-Rock-Band New York Dolls als Ersatzgitarrist für den ausgestiegenen Johnny Thunders ein. Nach dem Ende der Band zieht Blackie mit dem „New York Dolls“-Bassisten Arthur Kane von Staten Island nach Los Angeles und gründet dort die Band Killer Kane. 1975 erscheint die einzige Veröffentlichung, eine 7-Inch-Schallplatte mit den drei Songs Mr.Cool, Longhaired Woman und Don't Need You. Blackie spielt auf dem Album Gitarre und singt und ist auf der Rückseite der Hülle als Blackie Goozeman aufgeführt. Die Band löst sich kurze Zeit später auf und Arthur Kane kehrt wieder nach New York zurück.

Lawless bleibt in Hollywood und gründet 1977 zusammen mit dem aus Texas stammenden Gitarristen Randy Piper die Band Sister. Sister sind eine der ersten Bands in Los Angeles, die mit okkulten Symbolen wie dem Pentagramm experimentieren und Make-up tragen. Ebenfalls sollen die späteren W.A.S.P.-Musiker Tony Richards und Chris Holmes zeitweise zur Band gehört haben. Sister nehmen mehrere Demos auf und sind für ihre wilden Bühnenshows berüchtigt, deren Bestandteil Würmer und ein brennender Sänger gewesen sein soll. Als sich nach einer Weile kein Plattenvertrag ergattern lässt, trennt sich die Band wieder. In späteren Interviews bezeichnet Blackie Sister als den Prototypen für W.A.S.P.

Weitere Stationen bis in die frühen 1980er sind die Bands Circus Circus und London. Zu letzteren gehört zu jener Zeit auch der spätere Mötley-Crüe-Bassist und Bandkopf Nikki Sixx.

Bandgründung und die ersten Konzerte: 1981–1983

W.A.S.P. werden schließlich im Frühjahr 1981 gegründet. Zum ursprünglichen Line-up gehören neben Blackie Lawless auch Randy Piper , Rik Fox und Tony Richards. Blackie Lawless streitet indes ab, dass Rik Fox jemals Teil der Band war, was aber auf diversen Bandfotos vom Fotografen Don Adkins für die Nachwelt festgehalten wurde. Auch ist Fox auf dem ersten Demotape der Band zu hören.

Die Band nimmt mehrere Demos auf, verzichtet aber vorerst darauf, live aufzutreten. Als weitere Mitglieder der W.A.S.P.-Frühphase werden Gary Holland und Don Costa gehandelt. Als das Bandgefüge mit Randy Piper und Chris Holmes plötzlich zwei Gitarristen aufweist, übernimmt Lawless schließlich den Bass.

W.A.S.P. geben ihr erstes Konzert im Herbst 1982 in einem Club namens The Woodstock in Orange County, Kalifornien, vor 32 zahlenden Gästen. Durch ihre exzessiven Bühnenshows erspielen sie sich schnell einen Ruf als aufregende Liveband und so füllen sie bereits im Mai 1983 das mit 3.000 Plätzen vollbesetzte Santa Monica Civic Center. Ausverkaufte Konzerte in Clubs wie z. B. dem Troubadour folgen.

Zur Bühnenshow gehören neben den auf dem Endzeit-Roadmovie Mad Max basierenden primitiv-futuristischen Outfits der Band unter anderem rohes Fleisch (das Blackie Lawless auf der Bühne mit einer Axt zerteilt und anschließend ins Publikum schmeißt), Ketten, Kreissägenblätter im Schritt und an den Armen sowie ein brennendes Bandlogo und eine nackte Jungfrau, die sich in einem Holzverschlag räkelt.

1983 wird auch Rod Smallwood, Manager von Iron Maiden, auf die Band aufmerksam. Ebenfalls nehmen nun etliche Plattenfirmen Notiz von der Band. Den Zuschlag erhält schließlich Capitol Records, die der Gruppe den bestdotierten Deal unterbreitet, der bis dahin jemals für ein Debütalbum angeboten wurde. Die Band macht sich mit dem Produzenten Mike Varney an die Aufnahmen ihres ersten Albums. Bereits vor Veröffentlichung des Debüts zieren W.A.S.P. die Titelseiten von vier internationalen Heavy-Metal-Magazinen.

Das erste Album: 1984–1985

Im Mai 1984 erblickt die erste Single Animal (Fuck Like A Beast) das Licht der Welt. Wegen des kontroversen Titels weigert sich Capitol Records, den Song zu veröffentlichen. Die Single wird über die Independent-Plattenfirma Music For Nations veröffentlicht und avanciert innert kürzester Zeit zur erfolgreichsten Independent-Single aller Zeiten. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) indiziert die Single am 31. Mai 1986 aufgrund der Schallplattenhülle. Darauf ist ein Kreissägenblatt zu sehen, das sich seinen Weg durch das Gemächt des Sängers bahnt.

Das selbstbetitelte erste Album, welches in verschiedenen Auflagen auch als Winged Assassins oder I Wanna Be Somebody die Runde macht, erscheint im August 1984 und erreicht Goldstatus in den USA. Im September 1984 erscheint die zweite Single I Wanna Be Somebody. Im Anschluss an den Release starten W.A.S.P. ihre erste Welttournee, müssen aber auch gleichzeitig einen Personalwechsel hinnehmen. Drummer Tony Richards verlässt die Band und wird durch Steve Riley (Ex-Keel) ersetzt. Mittlerweile ist neben dem nackten Mädchen, dem Lawless symbolisch die Kehle durchschneidet, auch ein Totenschädel fester Bestandteil eines jeden Konzertes, aus dem der Sänger Kunstblut trinkt.

Im Oktober 1984 schneidet die Band ihr Konzert im Londoner Lyceum mit, welches später als Homevideo erscheint. Ihr Ruf eilt der Band allerorts voraus und vielfach wird Wahres mit Erfundenem ergänzt. So soll die Band plötzlich lebende Tiere schlachten, was natürlich nicht stimmt. Trotzdem reichen solche Ammenmärchen, um vielerorts Konzertverbote zu erwirken. Auch Bombendrohungen sind keine Seltenheit. Mindestens zweimal wird auf die Band geschossen.

Als dritte Single wird schließlich School Daze veröffentlicht. Eine erste Headlinertour durch die USA mit Metallica und Armored Saint im Vorprogramm und eine Amerikatour als Support von KISS folgen. Konzerte in Europa und Japan runden den Tourplan ab. In Japan erscheint darüber hinaus L.O.V.E. Machine als vierte Single.

Das letzte Kommando: 1985–1986

Im Mai 1985 beginnen W.A.S.P. mit den Arbeiten für ihr zweites Album. The Last Command, von Spencer Proffer (u. a. Quiet Riot) produziert, erscheint im November 1985 und gilt als weiterer Bandklassiker. Wegen des eher polierten Sounds muss die Band allerdings vorerst Kritik seitens der Fans einstecken, doch die beiden Singles Blind In Texas (Oktober 1985) und Wild Child (Juni 1986) avancieren schnell zu Highlights im Liveset.

Ebenfalls auf der Platte enthalten ist eine umgetextete und umarrangierte Version des „Killer Kane“-Songs Mr. Cool, die hier den Titel Cries In The Night trägt. Wieder geht die Band auf Tour, diesmal im Vorprogramm von Krokus. Showtechnisch hat sich wieder einiges geändert. Die Show ist weniger blutig, trotzdem typisch W.A.S.P.

Zu dieser Zeit beginnt auch der Konflikt mit der PMRC (Parents Music Resource Center), die den Bandboss als „krank“ bezeichnet und das anhand von Plattencovers und teilweise verfälschten Bandtexten zu belegen versucht. Nach der Tour steht ein weiterer Besetzungswechsel an. Gitarrist Randy Piper verlässt die Band, um kurzzeitig bei Alice Cooper anzuheuern, und wird durch den Ex-King Kobra-Bassisten Johnny Rod ersetzt. Blackie wechselt vom Bass wieder an die Rhythmusgitarre, Piper gründet später die Band Animal.

Eine ausgebrannte Band: 1986–1988

Den Sommer 1986 verbringt die Band in einem Studio in Los Angeles, um ihr drittes Album einzuspielen. Blackie übernimmt erstmals die Produktion selber. Die erste Single 9.5.-N.A.S.T.Y. erscheint im September, im Oktober sind W.A.S.P. (in diesem Jahr ohne die Punkte im Bandnamen) schon wieder in Europa auf Tour (im Vorprogramm von Iron Maiden) bevor das Album Inside The Electric Circus schließlich im November veröffentlicht wird. Die Platte gilt unter Fans im Vergleich zu den ersten beiden Alben als eher schwach und kann auch aus kommerzieller Sicht nicht mit den Vorgängern mithalten.

Als neuer Showgimmick sprühen nun anstelle der Kreissägenblätter meterhohe Funken aus Blackies Schritt und die Bühne ist ganz nach dem Albumtitel wie ein Zirkuszelt gestaltet. Obwohl ihre Liveshow mittlerweile keinerlei Blut und Gewalt mehr enthält, reißen die Bomben- und Morddrohungen gegenüber der Band nicht ab und auch der Streit mit der PMRC nimmt immer größere Dimensionen an. Anfang 1987 touren W.A.S.P. mit Slayer im Vorprogramm durch die USA. Im März springt die Band als Support auf die Tour von Black Sabbath auf (mit Anthrax als weiterer Band) und kehrt schließlich erneut nach England zurück (mit den deutschen Warlock im Vorprogramm).

Am 22. August treten W.A.S.P. darüber hinaus zum ersten Mal beim legendären „Monsters of Rock“-Festival in Castle Donington auf. Weitere Bands auf dem Billing sind die Headliner Bon Jovi sowie Dio, Metallica, Anthrax und Cinderella. W.A.S.P. kündigen im Vorfeld eine Rückkehr zur alten, blutigen Bühnenshow an, müssen ihren Auftritt aber wegen entsprechenden Auflagen seitens des Managements von Bon Jovi einschränken. Die Band zerlegt als Reaktion darauf am Ende ihrer Show das Bühnenequipment. Eine Woche vor dem Festival erscheint passend zur Rückkehr zu alten Tugenden die Single Scream Until You Like It, die gleichzeitig Titelmusik des Teeniehorror Filmes Ghoulies 2 ist.

Im September erscheint das erste Livealbum der Band, das den Titel Live ... In The RAW trägt und neben der Ghoulies-Single zwei weitere neue Songs enthält. Parallel dazu kommt das Homevideo Videos ... In The RAW auf den Markt. Eine sechswöchige US-Tour wird durch den Einfluss der PMRC erfolgreich vereitelt. Eine weitere Single (I Don't Need No Doctor) erscheint, bevor W.A.S.P. eine Pause bekannt geben. Der Album-Tour-Rhythmus hat der Band spürbar zu schaffen gemacht und so nehmen sie sich eine Auszeit. Gleichzeitig trennt sich die Band auch von Schlagzeuger Steve Riley, der kurz darauf bei den L.A. Guns anheuert.

Im März 1988 veröffentlicht Music For Nations ein Überbleibsel aus den Live ... In The RAW Aufnahmen. Live ... Animal enthält den frühen Bandklassiker in einer Liveversion und das Cover – Dobermann belästigt eine leicht bekleidete Frau – sorgt wieder einmal für Aufregung.

Neue Wege: 1989–1991

Genau ein Jahr später erscheint mit Mean Man ein urtypischer W.A.S.P.-Song als erste Single des neuen Albums und landet prompt auf Platz 21 der britischen Singlecharts. Das im April 1989 erscheinende The Headless Children ist aber alles andere als typisch für die Band. Die Songs sind um einiges anspruchsvoller und progressiver und Blackie Lawless etabliert sich als kritischer Lyriker. Die Band kokettiert nicht mehr mit Blut, Feuer und Effekten, sondern setzt auf sozialkritische Themen. Fachpresse und Fans sind gleichermaßen begeistert.

Ärger gibt es aber mit dem Cover der Platte, auf dem diverse Verbrecher der Geschichte zu sehen sind. Neben Adolf Hitler oder dem Ku-Klux-Klan ist auch ein Bild von Ajatollah Chomeini zu sehen. Händler befürchteten durch die Abbildung Chomeinis Anschläge auf ihre Geschäfte. Der Hintergrund: Am 14. Februar 1989 rief Chomeini in einer Fatwa alle Moslems zur Tötung des Schriftstellers Salman Rushdie auf, aufgrund der als blasphemisch erachteten Äußerungen gegen den Propheten Mohammed in Rushdies Novelle „Die satanischen Verse“. Chomeini wurde deshalb in Europa vom Cover entfernt.

Als Drummer ist neu Frankie Banali (Ex-Quiet Riot) mit an Bord und die Keyboardpassagen auf dem Album werden von Ken Hensley (Uriah Heep) eingespielt. Parallel zu einem Abstecher nach Europa im Mai (mit Zed Yago als Support) erscheint auch die zweite Single, das „The Who“-Cover The Real Me.

Die darauf folgende Amerikatour mit Accept im Vorprogramm läuft hervorragend, die dritte Single Forever Free platziert sich ebenfalls gut in den Charts, trotzdem packt ein ausgebrannter Chris Holmes am Ende seine Koffer und lässt die Band vor Beginn der Europatour im Regen stehen. W.A.S.P. sagen daraufhin alle weiteren Konzerte ab und Blackie legt die Band auf Eis. Chris Holmes, der kurz vorher die Rocksängerin Lita Ford geheiratet hat, gründet eine neue Band namens Psycho Squad. Lawless möchte den musikalischen Pfad von The Headless Children weitergehen und kündigt eine Rockoper an, die er ab 1990 mit diversen Gastmusikern in Angriff nimmt.

Die Wiedergeburt und das Ende der Band: 1992–1994

The Crimson Idol, so der Titel der geplanten Rockoper, gilt in Kennerkreisen als die Krönung des lawlessschen Schaffens. Das Konzeptalbum genießt sowohl in der Fachpresse als auch bei den Fans einen hervorragenden Ruf. Blackie erhält im Studio Unterstützung von Bob Kulick, Ken Hensley und Frankie Banali. Als in der Hälfte der Aufnahmen Banalis Mutter stirbt, springt Stet Howland für ihn ein.

The Crimson Idol erscheint im Juni 1992 – zwei Monate nachdem die Vorabsingle Chainsaw Charlie (Murders In The New Morgue) in England auf Platz 17 der Singlecharts geklettert ist – und wird von allen großen Rockmagazinen Deutschlands zum „Album des Monats“ gekürt. Auf der anschließenden Europatour (mit 2Die4 im Vorprogramm) stellt die nun aus Blackie, Doug Blair, Johnny Rod und Stet Howland bestehende Band vornehmlich neues Material vor und verzichtet auf ablenkende Showeinlagen.

Die zweite Single The Idol erreicht Platz 41 der englischen Singlecharts. Am 22. August 1992 tritt die Band zum zweiten und bislang letzten Mal beim „Monsters of Rock“-Festival in Donington auf. Neben den Headlinern Iron Maiden stehen Skid Row, Thunder, Slayer und The Almighty auf dem Billing. Ein Mitschnitt des Donington-Auftrittes findet sich auf der dritten Single I Am One.

Nachdem das Album weltweit hervorragende Kritiken erhält, aber die Verkäufe wohl hinter den Erwartungen zurückbleiben, gibt Blackie im Herbst 1993 das Ende der Band bekannt. Die Best-of-Compilation First Blood ... Last Cuts ... erscheint im Oktober und enthält diverse Remixes sowie zwei neue Songs, wovon Sunset & Babylon als Single ausgekoppelt wird und Platz 38 der britischen Singlecharts erreicht. Parallel erscheint die VHS-Zusammenstellung First Blood ... Last Visions ...

Auf Solopfaden unter dem alten Banner: 1995–1996

Im Mai 1995 erscheint völlig überraschend ein neues W.A.S.P.-Album, welches den Titel Still Not Black Enough trägt. In Interviews erklärt Lawless, dass er unerwartet viele Reaktionen auf die Bandauflösung bekam. Die Tatsache, dass sich ein Album unter dem Namen „W.A.S.P.“ besser vermarkten lässt als eines als „Blackie Lawless“, hat bei der Entscheidung wohl ebenfalls eine Rolle gespielt.

Wie schon auf dem Vorgänger arbeitet Lawless im Studio mit Bob Kulick und Stet Howland zusammen. Musikalisch erinnert auf Still Not Black Enough einiges an den übermächtigen Vorgänger, weshalb das Album bis heute im Schatten von The Crimson Idol steht. Textlich gibt Lawless erstmals viel Persönliches von sich preis, was sich besonders in den Balladen Breathe und Keep Holding On sowie in I Can't widerspiegelt. Zur Promotion des Albums wird die Doppelsingle Black Forever/Goodbye America veröffentlicht, die unter anderem als B-Seiten zwei AC/DC-Coverversionen (Long Way To The Top und Whole Lotta Rosie) enthält.

Weil sich Blackie beim Sport das Handgelenk bricht (im Video zu „Black Forever“ trägt er deshalb eine schwarze Gipsschiene), gibt es keine Tour zu diesem Album. Dass im Hintergrund bereits die Vorbereitungen einer Reunion laufen, wird vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Ende 1996 wird das Geheimnis gelüftet: Chris Holmes ist wieder in der Band und W.A.S.P. arbeiten an einem Comebackalbum.

Die Reunion: 1997–2001

W.A.S.P. veröffentlichen im Februar 1997 die Single Kill Fuck Die und spielen in Europa einige Showcases, um ihr Comeback und das neue Album zu promoten. Das Reunionalbum K.F.D. erscheint im März und stößt wie auch die Liveshows auf zwiespältige Reaktionen. Obwohl die Songs typisch nach W.A.S.P. klingen, weist das Album durch die moderne und düstere Produktion eine industriallastige Schlagseite auf, die vor allem im traditionell-orientierten Europa auf wenig Gegenliebe stößt.

Auch die neue Show der Band überschreitet in den Augen vieler die Grenzen des guten Geschmacks. So wird auf der Bühne eine gekreuzigte Nonne mit einem um die Hüften geschnallten Küchenmesser vergewaltigt, ein Plastikfötus daran aufgespießt sowie eine Schweineattrappe geschlachtet. In Mailand wird die Band deswegen von der Polizei verhaftet, die das Schwein für echt hält. Neben Lawless und Holmes gehören nun Stet Howland und Mike Duda zur Band.

Eine Amerikatour mit Co-Headliner Motörhead endet in einem Handgemenge zwischen den beiden Sängern, woraufhin Motörhead die Tour verlassen. Im März 1998 veröffentlichen W.A.S.P. ein neues Livealbum namens Double Live Assassins, welches Songs von allen bisherigen W.A.S.P.-Alben enthält, und sogar Inside The Electric Circus ist mit I Don't Need No Doctor vertreten.

Lawless gewinnt unterdessen einen Rechtsstreit gegen seine alte Plattenfirma Capitol Records und erhält alle Rechte an den ersten fünf Alben zurück. Ab 1998 erscheinen W.A.S.P., The Last Command, Inside The Electric Circus, Live ... In The RAW, The Headless Children und The Crimson Idol als remasterte CDs, mit allen Single-B-Seiten als Bonustracks, erstmals allen Texten und Linernotes von Blackie Lawless. Erstmals erscheint somit auch das W.A.S.P.-Debüt in seiner ursprünglich geplanten Form – mit Animal (Fuck Like A Beast) als Opener.

W.A.S.P. reagieren auf die Kritik an K.F.D. und veröffentlichen im Mai 1999 ein neues, traditionell ausgerichtetes Partyalbum namens Helldorado. Das Album erreicht in Deutschland Platz 59 der Media Control Charts.

Nach einer wegen teilweise kurzen Auftritten bei hohen Ticketpreisen umstrittenen Europatour folgt im Frühjahr 2000 eine weitere US-Tour sowie ein neues Greatest-Hits-Album namens The Best Of The Best Vol. 1, das zwei neue Songs enthält. Das Konzert vom 22. April 2000 im Key Club in Los Angeles wird online ins Internet übertragen und später als Live-CD und -DVD unter dem Titel The Sting veröffentlicht. Lawless distanziert sich in Interviews von der Veröffentlichung.

Im April 2001 erscheint Unholy Terror, welches wieder ernstere Themen behandelt als der Vorgänger. Hier thematisiert Lawless unter anderem religiösen Fanatismus. Bezeichnend dafür sind die Anschläge vom 11. September 2001, die fünf Monate nach dem Release des Albums stattfinden werden. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass Unholy Terror das dritte W.A.S.P.-Album in Folge ist, das ohne personelle Wechsel eingespielt wurde – ein Unikum in der W.A.S.P.-Biographie.

Das Bandkarussell dreht sich wieder: 2001–2003

Trotzdem verlässt Chris Holmes nach den Aufnahmen die Band und wird für einige Festivals durch den Rückkehrer Doug Blair ersetzt, bevor mit dem Ex-Tuff-Gitarristen Darrell Roberts ein neues festes Mitglied bekannt gegeben wird. Konzerte in Europa (u. a. am Wacken Open Air) stellen den neuen Mann vor. Auch am Schlagzeug ist ein Wechsel zu verzeichnen: Frankie Banali kehrt zur Band zurück und ersetzt Stet Howland.

Bereits im Juni 2002 erscheint mit Dying For The World ein weiteres W.A.S.P.-Album, das wie auch schon Unholy Terror musikalisch in die Kerbe von The Headless Children und The Crimson Idol haut. Da Blackie parallel an einem neuen Konzeptalbum arbeitet, wird die bereits gebuchte Amerikatour kurzfristig abgesagt.

The Neon God & Dominator: 2004–2006


Im April 2004 erscheint The Neon God – Part 1: The Rise, Teil 1 der neuen Rockoper von W.A.S.P. Musikalisch schlägt die Platte einmal mehr in die Kerbe von The Headless Children und The Crimson Idol, obwohl Lawless mit Songs wie Red Room Of The Rising Sun durchaus ungewohnte psychedelische Töne anklingen lässt. Auch ist The Neon God ähnlich konzeptioniert wie The Crimson Idol, wobei die Geschichte um einiges detaillierter ausgefallen ist.

Neben Lawless, Mike Duda und Darrell Roberts arbeitet hier einmal mehr Frankie Banali an den Aufnahmen mit. Banali verlässt die Band allerdings, nachdem es Streitigkeiten über Credits der Schallplatte gibt. Auf der folgenden Tour durch Europa und Amerika sitzt wieder Stet Howland an den Drums. Erneut machen Berichte über abgesagte Konzerte und zu kurze Spielzeiten die Runde. W.A.S.P. treten unter anderem beim „Gods Of Metal“-Festival in Italien und am Sweden Rock in Schweden auf.

Ende September 2004 erscheint Teil 2 der Rockoper, The Neon God – Part 2: The Demise. Nach der Veröffentlichung gehen W.A.S.P. erneut auf Welttournee, die sie unter anderem nach Europa, Amerika (American Metal Blast 2005 Tour als Headliner mit L.A. Guns, Stephen Pearcy und Metal Church als Support) und Südamerika führt. Ab Februar 2006 dreht sich das Besetzungskarussell einmal mehr in erhöhter Geschwindigkeit, als Stet Howland seinen Ausstieg bekannt gibt. Die im selben Monat startende US-Tournee wird mit dem Yngwie-Malmsteen-Drummer Patrick Johansson hinter den Kesseln absolviert. Im April bestätigt die Band erst mit Larry Howe (Ex-„Vicious Rumors“) einen neuen Schlagzeuger, bevor im Mai Ex-„Eric Sardinas“-Drummer Mike Dupke als neues festes Mitglied präsentiert wird. Ebenfalls im April verlässt Gitarrist Darrell Roberts W.A.S.P., um sich seiner Solokarriere zu widmen. Für ihn wird erst der ehemalige Stephen-Pearcy-Gitarrist Mark Zavon als Nachfolger präsentiert, bevor man sich umentscheidet und Doug Blair in die Band zurückholt. Im Sommer spielt die Band an einigen Festivals in Europa, im Herbst folgt eine vollständige Tournee.

Das 13. Studioalbum trägt den Titel Dominator und erscheint in Deutschland am 27. April 2007. Unter den neun darauf enthaltenen Songs sind zwei Coverversionen von Deep Purple und Creedence Clearwater Revival vertreten.

Nach 2006

Nach 2006 sind W.A.S.P. kommerziell nicht mehr so erfolgreich wie in den 1980er Jahren, können sich aber auf eine treue Fanbasis verlassen. Den Status der Band unterstreichen Coverversionen ihrer Songs von Bands wie Fozzy, Children Of Bodom, Judas Priest, Catamenia Seven Witches, Tiamat, Witchery, Susperia, Abattoir, Sentenced, Nocturnal Breed oder Lullacry sowie zwei Tribute-Alben. Ab September 2006 ist die Band wieder auf Europatournee. Mit auf Tour wird, wie schon so oft auch Edelroadie und Fan Guido Wegener, Bad Arolsen, gehen.

Diskografie

Studioalben

* 1984: W.A.S.P. (17. August)
* 1985: The Last Command (9. November)
* 1986: Inside The Electric Circus (8. November)
* 1989: The Headless Children (15. April)
* 1992: The Crimson Idol (6. Juni)
* 1995: Still Not Black Enough (Mai)
* 1997: K.F.D. (24. März)
* 1999: Helldorado (17. Mai)
* 2001: Unholy Terror (9. April)
* 2002: Dying For The World (10. Juni)
* 2004: The Neon God – Part 1: The Rise (20. April)
* 2004: The Neon God – Part 2: The Demise (28. September)
* 2007: Dominator

Compilations und Livealben

* 1987: Live ... In The Raw (Live) (26. November)
* 1993: First Blood ... Last Cuts ... (Best Of) (25. Oktober)
* 1998: Double Live Assassins (Live) (9. März)
* 2000: The Best Of The Best Vol.1 (Best Of) (20. März)
* 2000: The Sting (Live) (13. November)

Singles und EPs

* 1984: Animal (Fuck Like A Beast)
* 1984: I Wanna Be Somebody
* 1984: School Daze
* 1985: Blind In Texas
* 1986: Wild Child
* 1986: 9.5.-N.A.S.T.Y.
* 1987: Scream Until You Like It
* 1987: I Don't Need No Doctor (Live)
* 1988: Live ... Animal (Fuck Like A Beast) (EP)
* 1989: Mean Man
* 1989: The Real Me
* 1989: Forever Free
* 1992: Chainsaw Charlie (Murders In The New Morgue)
* 1992: The Idol
* 1992: I Am One
* 1992: Hold On To My Heart
* 1993: Sunset And Babylon
* 1995: Black Forever/Goodbye America
* 1997: Kill Fuck Die

Videos und DVDs

* 1984: Live At The Lyceum, London (VHS)
* 1987: Videos ... In The RAW (VHS)
* 1993: First Blood ... Last Visions (VHS)
* 2000: The Sting (DVD)

Tribute-Alben

* 2001: Show No Mercy
* 2006: Shock Rock Hellions

Quelle: http://www.wikipedia.de

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