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 In Flames 
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Beitrag In Flames
In Flames


In Flames ist eine Melodic-Death-Metal Band aus Schweden. Die im Jahre 1990 gegründete Band zählt neben Dark Tranquillity, At The Gates und Soilwork zu den stilprägenden Bands der Göteborger Schule des Genres. In den vergangenen Jahren distanzierte sich die Band jedoch von den musikalischen Wurzeln und frischte ihren Sound durch Elemente des modernen Metal auf. Kommerziell gehören In Flames zu den erfolgreichsten schwedischen Bands.

Bislang veröffentlichte die Band neun Studioalben und eine DVD. Das neunte Studioalbum „A Sense of Purpose“ wurde am 4. April 2008 veröffentlicht.

Bandgeschichte

1990–1993: Die Gründerjahre


Die Band wurde 1990 als Seitenprojekt von Jesper Strömblad gegründet. Strömblad spielte zu dieser Zeit in der Band „Ceremonial Oath“, bei denen er keinen Einfluss auf das Songwriting hatte. Da er melodischere Lieder schreiben wollte gründete er In Flames. Drei Jahre später verließ Strömblad Ceremonial Oath und konzentrierte sich fortan auf seine neue Band.

Mit dem Gitarristen Glenn Ljungström und dem Bassisten Johan Larsson war die erste Besetzung komplett. Zu dritt spielte die Band ein Demo mit drei Liedern ein und schickte es zu Wrong Again Records. Um die Chancen auf einen Vertrag zu erhöhen erzählte die Band dem Besitzer von Wrong Again die Lüge, dass die Band bereits 13 Lieder geschrieben hat. Dennoch wurde die Band unter Vertrag genommen. Das Angebot von Wrong Again erhielt die Band durch einen Telefonanruf.


1994–1996: Die klassische Phase

Das selbst produzierte Debütalbum „Lunar Strain“ wurde 1993 im Studio Fredman aufgenommen. Da die Band zu dieser Zeit keinen Sänger hatte fragte Jesper Strömblad den befreundeten Sänger Mikael Stanne (heute Dark Tranquillity), ob er aushelfen wolle. Stanne stimmte zu und „Lunar Strain“ erschien 1994. Im gleichen Jahr schob die Band noch die EP „Subterranean“ nach. Da In Flames damals immer noch keinen festen Sänger hatten griff die Band erneut auf einen Gastsänger zurück. Dieses Mal ist Henke Forss von der Band „Dawn“ zu hören. Die EP brachte der Band einen Vertrag bei der deutschen Plattenfirma Nuclear Blast ein.

In Flames waren es leid, für Albumaufnahmen und für Konzerte ständig neue Gastsänger und –musiker zu suchen. Zeitweilig waren neben Mikael Stanne noch Anders Jivarp (ebenfalls Dark Tranquillity) und Anders Iwers (Tiamat) als Gastmusiker in der In Flames-Besetzung. 1995 wurde Anders Fridén fester Sänger der Band. Björn Gelotte nahm den Posten hinter dem Schlagzeug ein. Zusammen nahm die Band das Album „The Jester Race“ auf, welches 1996 veröffentlicht wurde. Mit diesem Album schaffte die Band den Durchbruch in der Metalszene und veröffentlichten gleichzeitig einen Genreklassiker. „The Jester Race“ beeinflusste nicht nur die Melodic Death Metal-, sondern auch die Metalcore-Szene. In Flames gingen mit Bands wie Kreator, Samael und Grip Inc. auf Europatournee.


1997–2001: Auf dem Weg nach oben

1997 kehrten In Flames ins Fredman-Studio zurück, um das dritte Studioalbum „Whoracle“ aufzunehmen. Nach Abschluss der Aufnahmen verließen Ljungström und Larsson die Band, um sich anderen Projekten zu widmen. Die vakanten Posten wurden von Nicklas Engelin (Gitarre) und Peter Iwers (Bass) besetzt. Mit der neuen Besetzung spielte die Band eine kleine Tournee mit Dimmu Borgir. Die beiden neuen Mitglieder wurden fest in die Band integriert und In Flames spielten eine Europatournee sowie zum ersten Mal in Japan. Das Album „Whoracle“ war erfolgreich und schaffte als erstes In Flames-Album den Sprung in die deutschen Albumcharts, wo es Platz 78 belegte.

Ende 1997 verließ Engelin die Band wieder, um sich mehr auf seine eigene Band Gardenian zu konzentrieren. Schlagzeuger Björn Gelotte wechselte daraufhin an die Gitarre und wurde durch den ehemaligen Sacrilege-Schlagzeuger Daniel Svensson ersetzt. Bis heute war dies die letzte Änderung in der Besetzung der Band; das erste Album in dieser war „Colony“, welches im Jahre 1999 erschien. Der deutsche Metal Hammer zeichnete „Colony“ als Album des Monats aus. Nach einer weiteren erfolgreichen Tour durch Europa und Japan spielte die Band ihr erstes Konzert in den USA beim Milwaukee Metal Fest.

Bereits ein Jahr später folgte das sehr erfolgreiche Album „Clayman“, bei dem sich die Band laut einiger Kritiker experimentierfreudiger zeigte. Die Band verbrachte drei Monate im Studio, bevor das Album im August veröffentlicht wurde. Innerhalb weniger Monate verkaufte sich das Album häufiger als seine Vorgänger. Im gesamten Jahr 2000 spielte die Band 150 Konzerte mit Bands unterschiedlicher Richtungen wie Dream Theater, Testament oder Slipknot. Bei einigen Konzerten wurde Peter Iwers durch Dick Löwgren von der Band Armageddon ersetzt, da Iwers Vater wurde. Während eines Konzerts in Tokio wurde das Livealbum „The Tokyo Showdown“ mitgeschnitten.

Das Jahr 2001 verlief relativ ruhig. Die Band gönnte sich eine kleine Auszeit und spielte nur vereinzelte Konzerte. Ein Konzert in Göteborg wurde live im Radio übertragen und durch mehrere TV-Sender aufgezeichnet.


2002 bis 2008: Kurswechsel


Die Band wollte neue Wege beschreiten. Zum zweiten Mal änderte sie das Bandlogo (die erste Änderung erfolgte 1997). Außerdem wollte sie ein neues Studio sowie einen neuen Produzenten ausprobieren, nachdem alle bisherigen Alben im Studio Fredman entstanden waren. Man entschied sich für das Dug Out-Studio und den Produzenten Daniel Bergstrand. „Reroute to Remain“ vergrößerte die Popularität der Band noch einmal, während viele Fans der älteren Alben enttäuscht wurden. In Flames spielten zwei Headliner-Tourneen in Europa und Nordamerika und teilten sich die Bühne mit Bands wie Slayer, Soulfly und Mudvayne. Nach ihrem Auftritt beim Hultsfred Festival in Schweden erhielten In Flames das Angebot, als Vorgruppe beim Metallica-Konzert in der spanischen Hauptstadt Madrid aufzutreten.

Im Mai 2003 mietete die Band ein abgelegenes Haus in Dänemark an, wo das siebte Studioalbum „Soundtrack to Your Escape“ größtenteils aufgenommen wurde. Die Band wollte im Ausland aufnehmen um ungestört am neuen Material zu arbeiten. Lediglich das Schlagzeug wurde im Dug Out-Studio aufgenommen. Produzent war erneut Daniel Bergstrand. Aufgrund des experimentellen Songmaterials ist das Album unter den Fans umstritten. Neben einer eigenen Headliner-Tournee spielten In Flames zahlreiche Supportshows für so unterschiedliche Bands wie Metallica, Judas Priest, Motörhead oder Mötley Crüe. Während dieser Tourneen entstand das Album „Used and Abused: In Live We Trust“, welches als DVD und als Live-Album/DVD-Kombination veröffentlicht wurde.

Ebenfalls 2005 unterschrieb die Band einen Vertrag mit der US-amerikanischen Plattenfirma Ferret Music, um den Vertrieb der In Flames-Alben in Nordamerika zu verbessern.[9] Am 3. Februar 2006 erschien das Album „Come Clarity“, mit dem die Band ihren eigenen Stil weiter ausbaute, aber auch auf Elemente ihrer früheren Alben zurückgriff. In ihrem Heimatland Schweden schaffte In Flames erstmals den Sprung auf Platz eins der Albumcharts. Auch in Finnland erreichte man Platz eins der Charts. In Deutschland erreichte das Album Platz sechs. Es folgte eine Headliner-Tournee durch Europa mit Sepultura. Im Herbst 2006 nahmen In Flames an Slayers „Unholy-Alliance“-Tournee teil.

Zwischen September und November 2007 nahm die Band in ihrem bandeigenen Studio ihr neuntes Album „A Sense of Purpose“ auf. In Nordamerika wird das Album bei Koch Records erscheinen, während die Band für den Rest der Welt seinen Vertrag mit Nuclear Blast verlängerte. Während der Aufnahmen nahm die Band ein Videotagebuch auf, die in insgesamt zwölf Episoden über das Internet verbreitet wurden. Das am 4. April 2008 erschienene Album wurde im Rock Hard zum „Album des Monats“ gekürt. Vorab erschien am 7. März 2008 die EP „The Mirror’s Truth“, die in Deutschland Platz 71 der Singlecharts erreichte.


Stil

ls Jesper Strömblad die Band In Flames gründete, wollte er Musik schreiben, die den Gitarrenstil von Iron Maiden mit der Härte des Death Metal verbindet. Außerdem verwendete die Band seit ihren Anfangstagen Keyboards, was zur damaligen Zeit ein ungewöhnliches Instrument im Death-Metal-Bereich war. Die Aufnahme eines festen Keyboarders in die Band stand aber nie zur Debatte.

Charakteristisch für die Musik von In Flames ist die permanente Verwendung von zwei harmonierenden Lead-Gitarren, die über einer Rhythmusgitarre spielen. Da die Band nur zwei Gitarristen hat, gab es immer wieder Schwierigkeiten, die Lieder bei Konzerten darzubieten. Aus diesem Grund achtet die Band beim Schreiben neuer Lieder darauf, ob diese auch live reproduzierbar sind.

Ob die Band heute noch dem Genre Melodic Death Metal zugeordnet werden kann, ist umstritten. Das Album A Sense of Purpose wurde vom deutschen Rock Hard-Magazin mit dem Genreicon für „Modern Metal“ versehen. Teilweise werden In Flames heutzutage auch als Metalcore bezeichnet, wenngleich typische Merkmale dieses Genres wie Breakdowns fehlen.


Im Laufe der Jahre haben sich die Themen der Liedtexte geändert. Bei den früheren Alben ging es oft um die Zukunft der Menschheit und andere globale Themen. Whoracle ist ein Konzeptalbum über den Untergang einer Zivilisation. Seit dem Album Soundtrack to Your Escape stehen eher persönliche Erfahrungen und Gedanken im Mittelpunkt.

Sänger Anders Fridén benutzte anfangs hauptsächlich Growls. Später wurde aus dem Gesang mehr eine Mischung aus Growls, Screams und Shouts, die sich immer wieder mit klarem Gesang abwechselten. In den letzten Jahren benutzte Fridén insbesondere bei den Refrains Klargesang.


Alben

Lunar Strain - 1994
The Jester Race - 1996
Whoracle - 1997
Colony - 1999
Clayman - 2000
The Tokyo Showdown (Live Album) - 2001
Reroute to Remain - 2002
Soundtrack to your Escape - 2004
Come Clarity - 2006
A Sense of Purpose - 2008


http://www.inflames.com


www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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17. Okt 2008, 18:22
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